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"Seid vollkommen ..."
Transzendenz als Weg aus der Sackgasse

Wir erfahren uns als unvollendet und ahnen, dass ein Menschsein in größerer Fülle möglich ist. Wir erleben in uns einen Drang, den Zustand der Unvollständigkeit zu überwinden. Wir wissen nur nicht, wie das zu bewerkstelligen ist und erleben immer wieder, das dieser Drang in Sackgassen führt, weil er sich auf Gegenstände richtet, die im letzten nicht dem erahnten Menschsein in größerer Fülle entsprechen. Es geht darum, unser unvollendet und bedürftig sein, richtig zu interpretieren. Es ist nicht eine Mangelerscheinung, sondern konstitutive Offenheit für die Güte, die allein die gesamte Aufmerksamkeit und Hinwendung des Menschen verdient. Güte wird zuerst unverdient empfangen – Vollkommenheit besteht darin, in Güte zu antworten. Der Mensch findet dann zu sich selbst, wenn er aus sich heraustritt und nicht mehr sich selbst, sondern dem Anderen lebt. Die Gottähnlichkeit des Menschen besteht zuallererst in seiner Fähigkeit zu lieben. Wie kann aus dieser schönen Theorie gelebtes Leben werden?

14:45 - 15.30


Sylvester Heereman

 
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